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Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen

Generell gilt: Je kleiner die Temperaturdifferenz zwischen der Umgebungswärme (Luft, Erde, Wasser) und dem Heizwasser ist, desto höher ist die Effizienz einer Wärmepumpe. Aus diesem Grund eignen sich Wärmepumpen besonders für Heizungssysteme mit niedrigen Systemtemperaturen, wie z.B. Fußbodenheizungen mit einer maximalen Vorlauftemperatur von ca. 38°C.

Moderne Wärmepumpen haben eine Leistungszahl von 3,5-5,5. Dies bedeutet, dass pro eingesetzter kWh Strom 3,5-5,5 kWh Heizwärme erzeugt werden kann. Durch diesen Faktor wird der ökologische Nachteil, durch den Einsatz von Strom kompensiert. Um auch den Betrieb der Wärmepumpe wirtschaftlich interrasant zu gestalten, werden von den meisten Energieversorgungsunternehmen Sonderstromtarife für den Betrieb einer Wärmepumpe angeboten.

Wenn man von einem ungefähren Mittelwert von 10 Ct/kWh für einen Sondertarifstrom und bei einer mittleren Leistungszahl von 4 ausgeht dann betragen die Betriebskosten einer Wärmepumpe ca. 2,5 Ct/kWh erzeugter Wärme.

  • Betriebskosten für Wärmepumpe: ca. 2,5 Ct/kWh
  • Betriebskosten für Heizöl: ca. 3,5 Ct/kWh
  • Betriebskosten für Erdgas: ca. 4 Ct/kWh

In den Verträgen der Sonderstromverträgen steht allerdings, dass sich das Energieversorgungsunternehmen das Recht einbehält den Strom bei hohen Netzbelastungen für die Wärmepumpe zu unterbrechen. Das Energieversorgungsunternehmen kann innerhalb von 24 Stunden dreimal für maximal zwei Stunden die Stromversorgung unterbrechen. Diese Unterbrechungen haben normalerweise keine Auswirkungen auf die Beheizung auf ein Gebäude.

Des Weiteren fallen für eine Wärmepumpe auch geringere Wartungskosten an.

Die Investitionskosten für eine Wärmepumpe sind gegenüber konventionellen Heizungsanlagen höher. Man kann mit Mehrkosten von ca. 6000 Euro rechnen. Je nachdem welche Wärmepumpenart eingesetzt wird variieren die Mehrkosten.