Wämepumpe als Klimaanlage: Trägermedium Wasser oder Luft?
Bei üblichen Klimaanlagen wird gekühlte Luft zur Kühlung der Räume genutzt. Nach diesem Prinzip arbeiten auch die in Passivhäuser eingesetzten Kompaktgeräte.
Reversible und "Natural cooling" Wärmepumpen sind normalerweise an ein Warmwasser-Heizsystem angeschlossen.
Heizsysteme mit Heizkörpern sind für die Kühlung eines Raumes schlecht geeignet.
Dies liegt an folgendem:
- geringen Temperaturdifferenz zwischen dem Heizungswasser und der Raumtemperatur
- ein Heizkörper hat eine relativ kleine Fläche und es findet nur eine beschränkte Wärmeübertragung durch Wärmestrahlung und Konvektion statt
- Heizkörper sind besonders empfindlich gegen die Bildung von "Taupunktwasser"
Daher sind Fußbodenheizungen für die Kühlung mit Wärmepumpen wesentlich besser geeignet.
Dies liegt an folgendem:
- wesentlich größere Fläche als bei Heizkörpern
- durch den Einsatz einer Wohnungslüftung kann die Effizienz wesentlich gesteigert werden (Grund: Umwälzung der Luft. Kalte Luft am Boden wird in höhere Schichten transportiert.
Unabhängig vom Kühlbetrieb ist eine Taupunktüberwachung notwendig. Die Oberflächentemperatur der Fußbodenheizung darf im Kühlbetrieb 20°C nicht unterschreiten. Die Taupunktüberwachung hält die Vorlauftemperatur so hoch, dass die Taupunkttemperatur nicht unterschritten wird und so keine Gefahr besteht, dass sich Feuchtigkeit aus der Luft an der Kühlfläche (Fußboden, Heizkörper usw.) niederschlägt.
