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Wasserkraftwerke und die Ökologie

Bäche und Flüsse sind ein zentraler Bestandteil unserer Natur und müssen besonders geschätzt werden. Diese Gewässer bilden den Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen. Einige Bäche und Flüsse stehen generell nicht für eine Wasserkraftnutzung zur Verfügung. An Gewässern, die durch frühere wasserbauliche Maßnahmen oder Einleitungen geschädigt wurden, kann eine Wasserkraftnutzung durchaus auch ökologische Vorteile bringen.

Bei der ökologischen Beurteilung für die Errichtung eines Wasserkraftwerkes stehen folgende Aspekte im Mittelpunkt:

  • Wie kann trotz der Stauwerke die Durchgängigkeit für wandernde Fische oder andere Tiere sichergestellt werden?
  • Wie hoch muss die Mindestwassermenge im Fluss sein?
  • Welchen Einfluss hat das Wasserkraftwerk auf Ober- und Unterlauf?

Umweltauswirkungen eines Wasserkraftwerkes

Positive:

  • Erneuerbare Energieform in großem Maßstab => CO2-freie Stromerzeugung => Keine Emissionen von Treibhausgasen
  • Flussregulierung, Hochwasserschutz (Wasser wird in wasserreichen Zeiten zurückgehalten und dosiert abgegeben)
  • verbesserte Schiffbarkeit von Flüssen
  • Reinigung der Flüsse (Treibgut wird vom Rechen des Kraftwerkes zurückgehalten und entsorgt)
  • Bewässerung (Wasser steht auch in wasserarmen Zeiten zur Verfügung)

Nachteile:

  • Umsiedlung der Bewohner
  • Ökologische Veränderungen, Beeinträchtigung von Natur und Landschaft, Zerstörung des natürlichen Fließgewässerregimes
  • Überstauung und Zerstörung von Kulturgütern
  • Dammbruch
  • Sauerstoffgehalt im Oberwasser sinkt