Die Zukunft des Internets der Dinge in der Solarstrombranche

Das Internet der Dinge – selten hat es in der jüngeren Vergangenheit einen Begriff gegeben, der so einfach klingt und dabei so komplex ist. Auch wenn es heute sehr gebräuchlich ist, es wissen immer noch viele Menschen so rein gar nicht, was hiermit gemeint ist. An sich auch nicht weiter tragisch, denn man kennt es vielleicht eher unter dem Begriff „Allesnetz“, oder auch aus dem Englischen „Internet of Things (IoT)“. 

So richtig spannend wird es aber erst, wenn diese Art der Technologie mit jenen in Berührung kommt, die richtungsweisend sind für die Zukunft – etwa wie die Stromgewinnung. Hier gibt es zwar auch noch jede Menge Feinheiten und Probleme auszumerzen, aber besonders wenn es zum Thema Sonnenenergie kommt, sind sich viele doch einig: hier kommt man kaum mehr um das Internet der Dinge herum, besonders wenn man langfristig und zielgerecht planen will. Ist das Internet der Dinge also die Zukunft für die Solarstrombranche? Ein Blick hinter die Kulissen.

Komplexität lässt Zweifel aufkommen

Solarenergie hat natürlich jede Menge Vorteile, kann aber für viele Energieunternehmen dennoch eine Herausforderung darstellen, besonders wenn es um das Management geht. Das Sammeln der Daten über eine breite Palette von Solaranlangen – oft weltweit – hinweg kann selbst für technisch sehr versierte Unternehmen mit hohen Budgets und technischen Ressourcen ein ernstzunehmendes Hindernis sein.

IoT-Anwendungen – der deutsche Begriff wird mehr und mehr vom Englischen eingenommen, daher wird man diesen hier vermehrt lesen – sind sehr komplex und erfordern eine kompakte Infrastruktur, um die produzierten Daten zu übertragen, diese zu verarbeiten und in die passenden Systeme auf lesbare Art für Unternehmens-Webplattformen zu integrieren. Denn es beginnt bereits bei der Installation:  Solarmodule müssen an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden. Dann muss man sicherstellen, dass Mobilfunkmodule, Gateways und Webplattformen ordnungsgemäß integriert sind, ohne dass jene die Konnektivität unterbrochen oder die Datensicherheit gefährden. Immer vorausgesetzt, dass das System gänzlich integriert ist, benötigen Unternehmen diese Geräte und Software dennoch, um in Echtzeit erkennen zu können, ob alle Solarstationen ausreichend Energie liefern und das Lastgleichgewicht im Netz aufrechterhält. Alle erneuerbaren Energiequellen wie Sonne, Wind oder Biomasse erfahren eine schwankende Energieerzeugung als Reaktion auf die die stets neuen Wetteränderungen sowie andere Umweltfaktoren. Daher muss man trotz der IoT-Anwendungen das Stromnetz an diese Änderungen anpassen, um sicherzustellen, dass die die Netznutzung und -last jederzeit maximiert wird.

Diese Faktoren werden durch die Tatsache verkompliziert, dass Anlagen für erneuerbare Energien wie Sonne und Wind meist zu Clustern zusammengefasst sind, um sie großflächiger zu verwenden. Wenn ein beliebiges Energiesystem zu komplex wird, kann es für Techniker sowie andere Involvierte zum logistischen Albtraum kommen. So wird es etwa schwieriger, sicherzustellen, dass jedes Bedienfeld effektiv ausgeführt wird, wenn dem Mix weitere Bedienfelder hinzufügt werden. Darüber hinaus besteht bei Tausenden an Panels in einem Raster ein höheres Risiko für Sicherheitslücken im System, ob intern oder extern. Je komplexer das System ist und je mehr Geräte man im Grid habt, desto wahrscheinlicher ist es, dass es Sicherheitslücken im System kommen kann.

Sicherheiten sind bekannt

Allerdings ist es so, dass man sich bereits auf die sich ändernden Gegebenheiten bezüglich der Sicherheiten bei Solaranlagen eingestellt hat. Denn da es hier auch international immer wichtiger ist, diesen Strom aus der Entfernung leiten zu können, müssen gute und hochwertige Systeme den neuesten Standards entsprechen. Google und Microchip bieten daher bereits Sicherheitslösungen für Solarenergieanwendungen an. 

Google sichert Panels und Grids, indem IoT-Anwendungen mit einem Token installiert werden, welche von einem privaten Schlüssel signiert ist, der eine stabile Verbindung zum Google Cloud IoT Core herstellt. Dieses Gerät kann dann mit einem entsprechenden öffentlichen Schlüssel validiert werden. Das amerikanische Unternehmen Microchip bietet des Weiteren sogenannte Crypto Authentication-Chips an, mit denen ein eigenes öffentliches / privates Schlüsselpaar zum Verschlüsseln von Gerätenachrichten generiert werden kann. Diese Chips sind vom Hauptprozessor des Geräts getrennt, sodass der private Schlüssel auch vor dem Gerät selbst geschützt ist. Dieser Prozess mag zwar sehr komplex klingen, ist aber in wenigen Schritten eingerichtet. Zudem kann man selbst dann auf die Anwendungen zugreifen, wenn man sich auf der anderen Seite der Welt befindet. Sichere VPN Germany Anwendungen sorgen dafür, dass das Internet der Dinge auch für den mobilen Zugriff stets optimiert ist.

Noch lange nicht am Ende der Entwicklung angekommen

Es ist nun so, dass IoT-Anwendungen noch immer ein wenig in den Kinderschuhen sind, denn man weiß noch nicht allzu viel darüber, welches Potenzial es wirklich hat. Allerdings kann man davon ausgehen, dass sich dieser Trend nicht mehr aufhalten lassen wird, sondern im Gegenteil noch an Fahrt aufnehmen wird. Denn Solarstrom gehört, genau wie die anderen nachhaltigen Arten der Stromgewinnung, die Zukunft. Und diese so zu konzipieren, dass man leicht mobil auf alle Arten der Einflüsse reagieren kann ist umso wichtiger, da das Wetter immer unkontrollierbarer wird. Daher ist es sehr wichtig, auf komplexe Daten zurückgreifen zu können und diese auch für Laien begreiflich darstellen zu können.